09.06.21, 17:31:00

Trans in Haft : Die Situation der transidenten Person Alexia Metge im Kölner Knast

„Der Knast weiß es besser!“
Das deutsche Knastsystem unterscheidet nur zwischen „Männern“ und „Frauen“, welche nach ihrem ein-
getragenen Geschlecht in die jeweiligen Anstalten gesperrt werden. Das wird „Trennungsgrundsatz“
genannt. Es ist darin nicht vorgesehen, dass eine Person sich nicht mit dem im Ausweis eingetragenen Geschlecht identifizierst. Es ist auch nicht vorgesehen, dass manche Menschen weder Frau noch Mann sind. Trans*Menschen finden in den Strafvollzugsgesetzen der Länder keine Erwähnung.
Wer nicht eindeutig einem der beiden zu trennenden Geschlechter zugeordnet werden kann oder will, trifft im Strafvollzug auf zahlreiche Probleme. Es ist schwerer als draußen sich vor Trans*Diskriminierung zu schützen.
Das nachfolgende Beispiel der transidenten Person Alexia Metge, deren Umwandlungsprozess bei ihrer Inhaftierung noch nicht ganz abgeschlossen war, verdeutlicht das. Dass Gefängnisse und Strafjustiz in der Regel Instrumente der Gewalt und Fremdbestimmung sind, zeigt sich auch in einem solchen „Sonderfall“..