03.08.21, 14:10:00

Polizeigewalt in Köln Teil II

Hier die Fortsetzung der Sendung "Polizeigewalt in Köln -- wer braucht eigentlich die Polizei"

Datei herunterladen:
26,6 MB | MP3 | Polizeigewalt in Köln Teil II

03.08.21, 12:51:00

Polizeigewalt gegen SSK Köln Ehrenfeld --- wer braucht eigentlich die Polizei?

In der Nacht von Samstag, 5. Juni, auf Sonntag überfiel die Kölner Polizei die „Sozialistische Selbsthilfe Köln“ in Ehrenfeld (SSK-Ehrenfeld), zerrte einen Bewohner und Kollegen, der auch Vereinsmitglied ist, vom Grundstück des SSK und brachte ihn gewaltsam zu Boden. Bevor sie ihn fesselten, misshandelten sie ihn, traten und schlugen ihn und brachen ihm dabei den einen Arm auf Höhe des Ellbogens und verletzten die Hand des anderen Arms. Daraufhin verfrachteten sie ihn in ein Polizeifahrzeug, fuhren davon

In dieser und der nachfolgenden Sendung wird dies u.a. mit der Anwältin des Betroffenen aufgearbeitet und durch das Interview mit einer anderen Person dargestellt, das Polizeigewalt auch hierzulande alltäglich ist ...

siehe dazu: https://www.report-k.de/Koeln-Nachrichten/Koeln-Nachrichten/Festnahme-in-Ehrenfeld-Gab-es-unbegruendete-Polizeigewalt-in-der-Liebigstrasse-146881

09.06.21, 17:31:00

Trans in Haft : Die Situation der transidenten Person Alexia Metge im Kölner Knast

„Der Knast weiß es besser!“
Das deutsche Knastsystem unterscheidet nur zwischen „Männern“ und „Frauen“, welche nach ihrem ein-
getragenen Geschlecht in die jeweiligen Anstalten gesperrt werden. Das wird „Trennungsgrundsatz“
genannt. Es ist darin nicht vorgesehen, dass eine Person sich nicht mit dem im Ausweis eingetragenen Geschlecht identifizierst. Es ist auch nicht vorgesehen, dass manche Menschen weder Frau noch Mann sind. Trans*Menschen finden in den Strafvollzugsgesetzen der Länder keine Erwähnung.
Wer nicht eindeutig einem der beiden zu trennenden Geschlechter zugeordnet werden kann oder will, trifft im Strafvollzug auf zahlreiche Probleme. Es ist schwerer als draußen sich vor Trans*Diskriminierung zu schützen.
Das nachfolgende Beispiel der transidenten Person Alexia Metge, deren Umwandlungsprozess bei ihrer Inhaftierung noch nicht ganz abgeschlossen war, verdeutlicht das. Dass Gefängnisse und Strafjustiz in der Regel Instrumente der Gewalt und Fremdbestimmung sind, zeigt sich auch in einem solchen „Sonderfall“..

29.04.21, 13:24:00

1. Mai -- Tag der Arbeiter*innen oder der deren Vertretung oder ..wie organisieren sich Gefangene? --- 7 Jahre Gefangenengewerkschaft

" ...Im Knast befanden sich die Arbeitsverweigerer in einer zwiespältigen Situation. Über
Langsamarbeiten, ständige Versetzungsanträge in andere Arbeitsbetriebe, Kritisieren von
arbeitswilligen Häftlingen bis zur totalen Arbeitsverweigerung wehrten sie sich gegen diese
Zwangssituation. Das Einkaufsverbot als Sanktionsmittel nimmt ihnen auch heute noch
jedoch die letzte Möglichkeit, mit den wenigen Kleinigkeiten, wie Tabak, Körperpflegemittel
etc. das Überleben einigermaßen zu ermöglichen. Sie müssen deswegen ihre Arbeitskraft zu
einem Spottpreis verkaufen....“

Zwei Mitglieder der Soligruppe Köln der Gefangenengewerkschaft GG/BO reden über Gründung, Sinn und Probleme, vor allem aber darüber, warum Basisgewerkschaften -- FAU draussen, GG/BO drinnen --- wichtig sind...

06.04.21, 13:56:00

Die sehen doch alle gleich aus -- Tod im Gefängnis ... hier: Amed Ahmad

Der syrische Flüchtling Amed Ahmad. war im September 2018 im Gefängnis in Kleve verbrannt.Am 6. Juli 2018 wurde Amad A. nach einer angeblichen Belästigung an einem Baggersee festgenommen. Inhaftiert wurde er u.a. wegen Diebstahlsdelikten, für die aber ein anderer (ein Mann aus Mali) per Haftbefehl gesucht wurde. Die Akten wurden -- war es "Nachlässigkeit", war es "Absicht" ? - zusammengeführt ..
Das es sich um eine (angebliche) "Verwechslung" handelte, fiel der Staatsanwaltschaft irgendwann auf--

Trotzdem saß Amed weitere sechs Wochen in der JVA-Kleve, bevor er nach dem Zellenbrand starb. Ein Ermittlungsverfahren gegen verantwortliche Polizisten wurde eingestellt.
Keine "Verwechslung" sondern Absicht, Willkür, der sich aus einem institutionellem Rassismus ergibt - sagt die Ini Amed Ahmad.. Sie fordert eine lückenlose Aufklärung und eine wache sensible Öffentlichkeit --- ( s.a. dazu: Oury Jalloh oder auch Ferhat Mayouf in Berlin Moabit)

Alles Nähere dazu in einem Interview mit einer Aktivistin

https://initiativeamad.blackblogs.org/wer-wir-sind/